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In unserer neuen Reihe beschäftigen wir uns mit dem Thema Wissensmanagement. Zunächst erklären wir was Wissensmanagement ist und warum es von großer Bedeutung für jedes moderne Unternehmen ist. In weiteren Folgen gehen wir auf Hindernisse und Barrieren ein, die die Weitergabe von Wissen behindern, stellen geeignete Wissensmanagement-Tools vor und zeigen, wie durch gutes Change Management der Wissenstransfer in Ihrem Unternehmen gelingt.

Was ist Wissensmanagement?
Jedes Unternehmen besitzt eine Wissensbasis, die mehr oder minder für den Erfolg dessen verantwortlich ist. Diese Basis enthält problemspezifisches Wissen, welches als nicht materielles Vermögen verstanden werden kann. Dieses Vermögen besteht bspw. aus Kompetenzen, Know-how, Erfahrungen und Bildung von Mitarbeitern. Ziel des Wissensmanagements ist es das nicht materielle Vermögen einer Organisation taktisch und strategisch zu verwalten.

Eine handlungsorientierte Definition von Wissensmanagement stammt von Susanne Hopf:
Wissensmanagement bezeichnet den bewussten und systematischen Umgang mit der Ressource Wissen und den zielgerichteten Einsatz von Wissen in Organisationen. Zu Wissensmanagement gehört es, das im Unternehmen vorhandene Wissen zu identifizieren und transparent zu machen, um es anschließend verteilen, nutzen und weiterentwickeln zu können. […] Wissensmanagement ist nicht Selbstzweck, sondern dient der Erreichung der organisationalen Ziele und orientiert sich deswegen unmittelbar an diesen.1

Die Definition zeigt die vielfältigen Tätigkeiten auf, die unter dem Begriff Wissensmanagement zusammengefasst werden können. Aus diesem Grund kann die Disziplin als eine Querschnittsfunktion verstanden werden, die alle Bereiche einer Organisation einschließlich der Führung betrifft. Der letzte Teil der Definition verdeutlicht, dass Wissensmanagement immer an die Unternehmensziele gekoppelt sein sollte, da andernfalls die Gefahr besteht, dass Maßnahmen ins Leere laufen und Ressourcen unnütz verschwendet werden.
Die Bedeutung von Wissensmanagement steigt mit zunehmender Organisationsgröße. Denn je größer die Wissensbasis ist, desto schwerer ist es, diese im vollen Umfang für das Unternehmen zu nutzen.

Warum ist Wissensmanagement so wichtig?
E-Mails und lokale Ordner auf Mitarbeitercomputern sind wahre Wissenskiller. Sie sind entweder gar nicht oder nur bedingt geeignet zum Speichern und Teilen von Wissen innerhalb einer Organisation. Sie lagern das Wissen bei einem bestimmten Mitarbeiter und fördern eine Kultur der „Wissen ist Macht“-Philosophie und behindern somit das Teilen und Nutzbarmachen von Wissen zum Vorteil für das gesamte Unternehmen. Denn was passiert, wenn Mitarbeiter freiwillig oder unfreiwillig aus dem Unternehmen ausscheiden? Was wenn sie in den verdienten Ruhestand gehen? Das über Jahre angeeignete Wissen kann nur zu einem geringen Teil durch Übergabe- oder Mentoringprogramme übertragen werden und so geht ein Großteil verloren.

Ein Blick in die Wirtschaftspresse genügt, um die Aktualität des Themas zu verdeutlichen. Wissen wird immer häufiger als entscheidender Wettbewerbsfaktor wahrgenommen, Klassische Produktionsfaktoren sind mehr und mehr ausgereizt. Aus diesem Grund und im Zuge der Wandlung unserer Gesellschaft hin zur viel zitierten und seit langem prophezeiten Wissensgesellschaft rückt Wissen, als Ressource seit Ende des 20. Jahrhunderts und seit einigen Jahren, befeuert durch moderne Social Media und kollaborative Tools, wieder vermehrt in den Fokus des Interesses von Unternehmen. Führende Managementtheoretiker halten Investitionen in die Wissensressourcen eines Unternehmens bereits für profitabler als in materielles Anlagekapital.
Das Managen der eigenen Wissensbestände, also des eigenen Humankapitals, wird zur zentralen Herausforderung für alle Organisationen, die in diesem zunehmend wissensintensiven Wettbewerbsumfeld bestehen und ihre Wettbewerbsposition ausbauen wollen. Drei eng miteinander verbundene Trends tragen hierzu bei: die explosionsartige und fast exponentielle Vermehrung von Wissen, die Spezialisierung und die Globalisierung.
Dauerte es nach Erfindung des Buchdrucks noch 300 Jahre, bis sich das weltweite Volumen der Verfügbaren Informationsmedien verdoppelte, so geschieht dies heute alle 5 Jahre. Durch die Verdopplung des prozentualen Anteils von Forschungs- und Entwicklungsmitarbeitern an der gesamten Belegschaft westlicher Industrieunternehmen innerhalb der letzten 30 Jahre sieht die Entwicklung angewandter Technologien ähnlich aus. Das menschliche Wissen wächst stetige und wird durch die Globalisierung begünstigt. So ist es heute unmöglich, dass nur eine Person das gesamte Wissen auf einem Gebiet in besitzt. Niemand kann und muss in der heutigen Zeit alles wissen. Vielmehr nehmen die Spezialisierung und damit die Fragmentierung der Wissensumwelt zu.
Damit ein effektiver und wertschöpfender Einsatz ermöglicht und gewährleistet werden kann, erfordert Wissen ein spezielles Management in Organisationen.

Schlussendlich lässt sich sagen, dass der Erfolg eines Unternehmens gesteigert wird, wenn es gelingt, exzellente Problemlösungen auszumachen, zeitnah innerhalb der Organisation zu vermehren und weitreichend zu verbreiten. Dabei verliert Wissen, anders als andere Ressourcen, durch Weitergabe innerhalb des Unternehmens nicht an Wert, sondern gewinnt hinzu.

Wir von Sirius teilen gerne unser Wissen über arbeitsfreundliche Büros und bedürfnisspezifische Lagerräume mit Ihnen. Kontaktieren Sie uns und vereinbaren Sie einen Besichtigungstermin an einen unserer zahlreichen Standorte in ganz Deutschland. Wir beraten Sie gerne.

1 Hopf, Susanne. (2009). Fragebogen zur Identifikation von Wissensbarrieren in Organisationen (WiBa)., S. 12

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